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Über mich

Mein Name ist Nicole, ich komme aus dem schönen Schwarzwald, um genau zu sein aus Offenburg. Ich bin leidenschaftlicher Yogi, verliebt in die Natur und in das Leben. Mein Herz hüpft wenn ich schreibe, coache, meditiere oder mich kreativ verwirklichen darf.

Ich möchte dir heute von einem Moment erzählen, der mich und mein Leben für immer verändert hat, ein Weckruf der eindringlicher nicht hätte sein können.

Meine persönliche Geschichte begann schon im Kindesalter, denn ich war schon immer ein sehr introvertiertes, zurückhaltendes und ängstliches Kind. Mit 10 Jahren erhielt ich dann die Diagnose „Hashimoto Thyreoiditis“ (Autoimmunerkrankung der Schilddrüse), die mir mein Leben immer wieder zur Hölle machte.

Vier Jahre später erlebte ich im Juli 2014 auf Klassenfahrt ein traumatisches Erlebnis, dass mich zutiefst erschüttert hat und mein Leben seit diesem Zeitpunkt für immer veränderte. Ich hatte von einer auf die andere Minute eine Art „Folie“ vor Augen, so wie ich es nannte, fühlte mich „unreal“ und verlor jegliche Kontrolle über meinen Körper. Dort erlebte ich auch meine erste „richtige“ Panikattacke, die mich „lähmte“ und in Todesangst versetzte. Zurück in Deutschland änderte sich dieser Zustand nicht. Stattdessen nahm mich die Angst vollständig ein und ich war unfähig meinem Alltag nachzukommen oder gar einen Schritt vor die Haustür zu setzen.

Ich entwickelte außergewöhnliche „Anfälle“ – eine Mischung aus Panikattacken, „Ohnmacht“, Zittern und Krampfen. Folglich stellte ich mich zum ersten Mal ambulant bei einer Psychotherapeutin vor und bekam starke Psychopharmaka, die meinen Zustand drastisch verschlechterten. Ich lag über mehrere Wochen im Krankenhaus und erlitt schmerzhafte Untersuchungen, die eine körperliche Dysfunktion ausschließen sollten, bis ich schließlich in eine Psychiatrische Klinik eingeliefert wurde.

Ich konnte nicht mehr aufhören zu weinen, zu flehen und alles um mich herum in Frage zu stellen, denn ich verstand nicht warum mich dieses unendliche Leid und dieser unaufhörliche Schmerz trifft. Auf die Frage hin, ob ich jemals wieder gesund werde oder gar ein „normales“ Leben führen könne, konnte mir kein Psychotherapeut beantworten.

Es hat mein Herz zerrissen, raubte mir jegliche Luft zum atmen, nahm mir meinen letzten Funken Hoffnung und hat mich in ein tiefes Loch der Depression gezogen. Ich sah keinen Lebenssinn mehr. Nichts was mich noch hier hielt. Hier sollte also meine Geschichte mit 14 Jahren enden?

Alldem zum Trotz gab ich mir in einer meiner ersten Nächte in der Klinik unter Tränen das eindringlichste Versprechen, dass sich tief in meinem Herzen einbrannte:

„Wenn ich jemals wieder die Chance haben sollte wirklich zu leben, dann werde ich alles in meiner Macht Stehende daransetzen, um jeden einzelnen Tag zu feiern, genießen und auszukosten.“

Es folgten lange Therapien, an denen ich oft verzweifelt bin und glaubte für immer mit meiner Posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS), den Dissoziativen Störungen (Derealisation und Depersonalisation), der Angst und den Anfällen leben zu müssen.

Ich war für ca. 3,5 Jahre in psychotherapeutischer Behandlung, lernte mit der Angst und den Anfällen zu leben und war Anfang 2018 zum ersten Mal auf mich „allein“ gestellt. Das war der Beginn meiner verrücktesten, aufregendsten und schönsten Reise, die ich jemals erleben darf. Ich wollte endlich leben, so wie ich es mir versprochen hatte!

Durch Moderne Psychologie, Spiritualität und Meditation begann ich die Zusammenhänge meiner Ängste und Glaubenssätze zu verstehen, durfte einen tiefen Zugang zu mir selbst und meinem Warum finden, lernen, heilen, lieben, annehmen, vergeben und wachsen – über mich hinaus und noch viel weiter.

Hätte mir damals jemand an meinem Krankenbett erzählt, dass ich heute als Psychologische Beraterin und Coach selbstständig arbeite, Meditationsgruppen leite, Retreats und Events veranstalte, Menschen inspirieren und auf ihrem persönlichen Weg begleiten darf und meine eigene Geschichte der letzten sechs Jahre niederschreibe, hätte ich ihn gnadenlos ausgelacht. Ich wusste, dass ich all das, was ich gelernt und erfahren habe, auf irgendeine Art und Weise mit der Welt teilen musste und bin dem tiefsten Ruf meines Herzens gefolgt, der mich heute hierher gebracht hat.

„Ich möchte meine eigene Geschichte und Erfahrungen mit der Welt teilen, um auf psychische Erkrankungen aufmerksam zu machen, aufzuklären und zu einem bewussten und achtsamen Lebensstil anzuregen. Aber vor allem liegt es mir besonders am Herzen Mut zu machen, daran zu erinnern wie einzigartig und kostbar unser Leben ist und zu zeigen, dass wir aus unseren schwierigsten Situationen heilen und erwachsen können.“

Das was ich damals am meisten von mir abgewehrt hatte, ist heute das Beste was mir jemals hätte passieren können, obwohl es mich fast mein Leben gekostet hätte. Das ich heute gesund bin und mein eigenes Versprechen leben darf, gleicht für mich einem Wunder.

Es war nicht das Ende meiner Geschichte, sondern der Beginn von etwas Großem.

Kommst du mit auf meine Reise?