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DIE GRENZEN UND NORMEN UNSERER GESELLSCHAFT

Wir schreiben das Jahr 2020 –

Nach außen hin suggerieren wir eine Welt voller Toleranz, Freiheit, Liebe und Selbstentfaltung, aber im Endeffekt haben wir die Zeit der altbekannten „Rollenbilder“ wohl doch noch nicht überwunden…

Wir beurteilen und verurteilen ständig, sei es auf Social Media, in der Schule, auf der Arbeit oder sogar im Freundeskreis…

„Schau dir mal dieses Mädchen an, wie dünn ist die bitte? Bestimmt ist sie magersüchtig!“; „Sie/Er lebt vegan? Die essen doch eh nur Salat! Alles so Ökos!”; „Wie kann man als Frau bitte nur so viel Sport treiben und Muskeln aufbauen? Ihh, wie unweiblich!”; „Ein Typ ist emotional und zeigt Gefühle? Wie schwach ist das denn? Wie unmännlich!”; „Jemand ist aufrichtig und gutherzig zu dir, boah der/die ist viel zu nett, richtig langweilig!”; „Du darf nicht als erstes zurückschreiben, weil sonst, naja, bist du viel zu aufdringlich und machst dich uninteressant!”; „Und ja, nur beim dritten Date darfst du jemanden küssen, ansonsten bist du zu leicht zu haben!”; „Sie ist in einer Beziehung, geht feiern und genießt ihr Leben, die hat’s wohl nötig!”; „Und wie bitte, sie hat nur eine Ausbildung gemacht? Hat das Abi wohl nicht gepackt!”; „Wenn du dich selbst liebst und wertschätzt, bist du arrogant, eingebildet und abgehoben!”; „Sie ist mit einem zehn Jahre älteren Mann liiert, wie ekelhaft, ist das nicht strafbar?!”; “Du bist ja immer noch Single, will dich denn niemand? Wird doch mal Zeit!”; „Ihr seid schon drei Jahre verheiratet und habt keine Kinder, na wann ist es denn soweit? Die Uhr tickt, nicht vergessen!”; „Und ja, wie kann sie ihr Kind nur mit einem Jahr in die Kita geben, wie verantwortungslos!”; “Wie kann sie nur mit ihrem Kind zu Hause bleiben, sie entzieht ihm ja total den sozialen Kontakt!”; „Und bitte was, sie studiert noch mit 30? Die weiß wohl auch nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen soll!”

Wir zeigen permanent mit dem Finger auf andere Menschen und beurteilen deren Lebenswege und Entscheidungen, geben Ratschläge, weil naja, wir wissen es ja angeblich besser. Es wird gesagt, wie man sein soll und zwängt sich hierdurch förmlich in diese Rollen. So entstehen Ängste, mangelndes Selbstvertrauen, das Gefühl nicht reinzupassen, nicht gut genug zu sein, sich für jede Entscheidung rechtfertigen zu müssen…

…Gehe den Weg deines Lebens in deinem Tempo. Habe keine Angst Entscheidungen zu treffen oder sie umzuwerfen. Niemand muss verstehen, warum du so handelst oder denkst, wie du es eben tust. Du bist einzigartig und besonders. Liebe dich selbst! Denn nur dann, wenn du dich so annimmst und akzeptierst, ja nur dann, kannst du wirklich lieben ohne Bedingungen, Eifersucht und jegliche Abhängigkeit. Vertraue deiner inneren Intuition! Am Ende bleiben dir nur die Momente, in denen du wirklich gelebt hast und von Herzen glücklich warst. Es ist dein einmaliges kostbares Leben.

In Liebe Nicole

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